Theater in Haiming

Aktuelles

„Das Königlich Bayerische Amtsgericht“

Theaterabend der Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins

von Georg Lohmeier, Bühnenfassung Martin Winklbauer

Ein Theaterabend für Alt und Jung, für Hiesige und Auswärtige
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins kommt im Herbst ein neues Stück zur Aufführung.

Im Herbst 2018 wurde das  „Königlich Bayerische Amtsgericht“ wieder in Haiming gespielt.

Gespielt werden die historischen Theaterspiele „Der Fährmann von Haunreit“, „Der Fluss und seine 7 Gäste“ und „Die Gottessucher“ im Theaterstadl von Schloß Piesing. Um 1800 erbaut diente er im ehemaligen Gutshof von Piesing als Lagerort für den Zehent, den die Bauern abzuliefern hatten.

Anfang 1990 haben dann über 30 freiwillige Helfer in rund 1400 Arbeitsstunden aus diesem zuletzt als Maschinenhalle genutzten Stadl einen Ort zum Theaterspielen gemacht. Die Familie von Ow stellte diesen einmaligen Ort bis zur Spielsaison 2004 in großzügiger Weise und mit viel persönlicher Unterstützung der Theatergruppe zur Verfügung. Ab 1.1.2007 hat jetzt der Obst- Und Gartenbauverein Haiming den Stadl langfristig angepachtet.

Zur Vorbereitung der Spielsaison 2007 wurde der Stadl unter Beachtung behördlicher Auflagen in Teilbereichen umgestaltet, die Sitzreihen in Tribünenform aufgebaut und eine Brandmeldeanlage eingebaut.

Eindrücke aus dem renovierten Theaterstadl:

Wenn die Proben für eine neue Theatersaison beginnen, werden wieder die notwendigen Requisiten eingebaut, Scheinwerfer montiert und die 275 Zuschauerplätze hergerichtet. Wer zum ersten Mal den Theaterstadl betritt, sucht zunächst nach einer Bühne; aber schon bald wird deutlich: Der ganze Stadl ist die Bühne für das Spiel.

Anfahrt

Die einzig erhaltene Quelle für das Leben des hl. Benedikt ist das 2. Buch der „Dialoge“ von Gregor dem Großen, der 604 gestorben ist.

Man nimmt an, dass Benedikt um 480 bei Nursia in Umbrien geboren wurde. Als junger Mann wurde er von seiner Familie nach Rom geschickt. Nach kurzer Zeit brach er sein Studium ab. Gregor schreibt, dass er „die Welt verließ“. Er schloss sich zunächst einer Asketengemeinschaft an. Nach seinem Scheitern in der Klostergemeinschaft von Vicovaro zog er sich für drei Jahre nach Subiaco ins Anjotal zurück. Bald darauf scharten sich Schüler um Benedikt, und er gründete zwölf kleine Klöster. Etwa um 529 verließ er Subiaco und wagte mit einigen anderen eine Neugründung auf dem Monte Cassino. Er modifizierte und veränderte dort wohl die erste Konzeption seiner Lebensregel aufgrund praktischer Erfahrungen. Etwa um 547 starb der Mönchsvater, der heute als Patron Europas verehrt wird.

Aus: Pater Johannes Pausch und Thomas Hessler, Mensch-werden zwischen Himmel und Erde, Otto Müller Verlag, S. 14

Worum geht es bei den „Gottessuchern“?
Der Autor Martin Winklbauer sagt dazu:
„Ich hatte den Haiminger Theaterspielern schon länger ein neues Stück zugesagt, aber Thema hatten wir noch keins gefunden. Doch dann kam der 19. April 2005 mit der Wahl Kardinal Joseph Ratzingers zum neuen Papst. Ein deutscher Kardinal, ein Mann der in Marktl geboren ist – fast ein Niedergerner, wird zum mächtigsten Mann der Katholischen Kirche gewählt. Und der gibt sich den Namen Benedikt – Benedikt XVI. Da stand für mich sehr schnell fest, dass im Mittelpunkt des neuen Theaterstücks dieser Heilige stehen sollte, Benedikt von Nursia.“

Das Leben eines Heiligen, der vor 1500 Jahren lebte, auf der Bühne darzustellen, das geht nicht einfach so. Da muß man eintauchen in den Lebensweg dieses Menschen, sich mit seinen Höhen und Tiefen auseinander setzen.
Die Spieler und Spielerinnen haben sich deswegen an einem Nachmittag mit der Hauptfigur des Stückes beschäftigt: Benedikt von Nursia, geboren 480 n. Chr. in Nursia, gestorben 547 auf Monte Cassino.

Seine wichtigsten Lebensstationen und seine Bedeutung für die heutige Zeit:
Studium in Rom: Benediktus, das heißt wörtlich „ein von Gott Gesegneter“ wird als Sohn vornehmer Eltern zum Studium nach Rom geschickt. Dieses bricht Benedikt ab und geht
mit seiner Amme in die Einsamkeit: Er will die Einsamkeit suchen, begleitet allein von seiner Amme, die ihn zärtlich liebte. Er trifft auf eine
Asketengemeinschaft in Effide: Angesehene Männer – es gibt damals schon viele Formen des Mönchtums – laden sie ein zu bleiben und sie bleiben.
Die Multer bricht: Die Amme leiht sich ein Sieb aus, eine „Multer“ sagte man damals und sie bricht. Benedikt versenkt sich ins Gebet und gibt der überraschten Amme die unzerbrochene Multer zurück. Ein Wunder? Die Multer, mit der ich Mehl aussiebe, ist ein Bild für die Gabe der Unterscheidung, für das gute Maß – Benedikt erkennt, dass er für sich noch weiter lernen muss. Er verlässt die Amme heimlich, um sich in eine einsame Gegend zurückzuziehen.
In Subiaco trifft er den Mönch Romanus, der ihm ein Mönchsgewand gibt. Benedikt findet „seine“ einsame Höhle; mit einem Seil lässt Romanus das zum Leben notwendige Brot in die Höhle hinab. Drei Jahre wird Benedikt in dieser Verborgenheit wachsen bis
Hirten kommen und ihn finden. Zunächst meinen sie, dass er ein Tier ist, bei näherer Begegnung erst erkennen sie den „Diener Gottes“ und machen Benedikt in der Umgebung bekannt. Dann kommen viele Menschen, die Mönche von Vicovaro begehren ihn als Abt. Er nimmt diese Aufgabe an, allerdings empfinden die Mönche sein Walten als zu streng und sie versuchen ihn zu vergiften. Benedikt flieht und zieht sich wieder in die geliebte Einsamkeit zurück. Es ist zu lesen: „Er wohnte ganz in sich selbst – allein – im Angesichte Gottes.“
Dies muss anziehend gewirkt haben, viele Männer wollen sich ihm anschließen und deswegen gründet er 12 Klöster. Das Leben in der klösterlichen Gemeinschaft aber weckt den Neid anderer Menschen; ein benachbarter Priester schickt ihm vergiftetes Brot und zuletzt nackte tanzende Mädchen in den Klostergarten „um die Seelen der Brüder zu verderben“. Benedikt ordnet die Klöster, er selbst aber zieht weg und kommt auf den
Monte Cassino. Dort baut er mit den Brüdern, die ihn begleiten, auf den Mauern eines heidnischen Heiligtums ein neues Kloster.
Gotenkönig Totila hört von Benedikts Gabe der Weissagung und will ihn auf die Probe stellen. Er lässt seinen Waffenträger seine Kleider anziehen und ihn mit großem Gefolge zu Benedikt ziehen. Benedikt erkennt sogleich die Verkleidung und sagt: „Leg ab mein Sohn, leg ab, was du trägst, es steht dir nicht zu!“
Seine Schwester Scholastika, ebenfalls eine Gottgeweihte Frau, besucht ihn einmal im Jahr. Kurz vor ihrem Sterben hilft sie ihm, die Liebe über sein eigenes Regelwerk zu stellen: Scholastika bittet ihren Bruder Benedikt beim Abendessen, sie in dieser Nacht nicht zu verlassen. Benedikt verneinte, denn dies widerspräche der Regel. Auf das innige Gebet der Schwester hin machte ein Gewitter mit Wolkenbruch ihm das Gehen unmöglich. Entgegen seiner eigenen Regel muss Benedikt die Nacht außerhalb des Klosters verbringen. Er bleibt bei ihr, sie wachen und reden, drei Tage später stirbt seine Schwester.
Benedikt selbst verbleibt bis zu seinem Tod im Jahr 547 im Kloster auf dem Monte Cassino.

Was suchen die Menschen?
Glück, ferne Urlaubsziele, Gesundheit, einen Partner fürs Leben, die billigste Einkaufsmöglichkeit, einen sicheren Arbeitspatz, einen Menschen, der zuhört, sich selbst?
Oder auch Gott?
Zu allen Zeiten waren und sind wir auf der Suche – ein nicht enden wollender Strom von Suchenden. Sieben davon sind unsere Führungskräfte aus den Abteilungen einer großen Firma. Auf einem Motivations- und Zielfindungsseminar suchen sie nach mehr Teamarbeit, nach Wegen zum Erfolg und persönlicher Karriere.
Dabei geraten sie auf die Spur des Hl. Benedikt von Nursia – sie werden zu Gottessuchern.

Warum gerade Benedikt von Nursia?
Autor Martin Winklbauer sagt dazu:
„Bei dem Namen Benedikt fallen mir sofort die benediktinischen Regeln ein – und die Worte ora et labora, bete und arbeite. Er ist der Begründer der abendländischen Mönchskultur. Diese Regeln haben sich alle nachfolgenden Ordensgemeinschaften mehr oder weniger als Vorbild genommen. Und diese Regeln des Hl. Benedikt von Nursia sind heutzutage selbst in den Führungsebenen großer Konzerne nicht unbekannt. Diese Regeln haben heute, 1500 Jahre später, eine ungeahnte Aktualität. Nach dem Sinn Benedikts ist der Verantwortliche ein Mensch, der dem Leben dient und in seinen Mitarbeitern Leben weckt.“

Das Werk und die Wirkung Benedikts
Benedikt hat versucht, mit seiner Ordensregel das konkrete Leben einer Gemeinschaft von Gottsuchenden zu ordnen. Nach überlegtem Plan entstanden auch Kirche, Gebäude, Unterkünfte für die Mönche, Werkstätten, Vorratshäuser, Ställe, eine schützende Mauer birgt das geschlossene Ganze.
Benedikts Ordensregel breitet sich rasch als allein gültige Regel im Abendland aus – begünstigt auch dadurch, dass Karl der Große auf eine einheitliche Ordnung drängte. Daher konnten die Benediktinerklöster auch zu kulturellen Zentren werden: Sie rodeten das Land und bebauten es, missionierten ihr Umfeld, errichteten Schulen, Schreibstuben und Werkstätten. Heute gibt es weltweit 21 Kongregationen, der bayerischen Kongregation gehören 17 Klöster bzw. Abteien an. Uns am nächsten sind die Benediktinerklöster Niederalteich, Metten und Michaelbeuern.
Die Ernennung Benedikts zum Patron Europas will seine Bedeutung für die Entwicklung des Kontinentes und seiner Menschen zum Ausdruck bringen.

Was macht seine Regel so prägend über Jahrhunderte hinweg und was sind die wichtigsten Botschaften?
Papst Gregor der Große lobt in seinen Schriften die Klarheit, Weisheit, Milde, Anpassungsfähigkeit und die psychologischen Kenntnisse des Abtes Benedikt (die ihm wohl in seinen verschiedenen Lebensstationen zugewachsen sind).

Grundzüge benediktinischer Lebensgestaltung:
Gebet:
Das unablässige Gebet = das Leben zum Gebet machen, daher gibt es täglich feste Zeiten zum Lob des Schöpfers
Arbeit:
Von der Arbeit der eigenen Hände leben, durch die tägliche Arbeit Gott verherrlichen – so durchdringen sich Gebet und Arbeit gegenseitig: „Bete und arbeite!“
Die geistliche Lesung:
Das Wort Gottes hören, lesen, meditieren, das Leben daraus gestalten
Schweigen:
Schweigen, damit der Mensch offen ist für Gott, für sein Wort und für die Mitmenschen.
Gemeinsam Gott suchen:
Für Benedikt war die Urkirche ein Ideal: Eine kleine Gemeinschaft, in der alle auf dem Weg zu Gott sind, in ihrer Unterschiedlichkeit, in einer gesunden Spannung von Einsamkeit und Gemeinschaft, von Nähe und Distanz und auch des Sich-Ertragens.
Gastfreundschaft:
Offen sein für Fremde – im Fremden Christus sehen.

Die Botschaft für uns heutige Menschen
Höre, Horchsamkeit, Gehorsam
„Höre“ ist das erste Wort der Regel und will aufrufen zu einer Achtsamkeit sich selbst gegenüber,
Achtsamkeit den Menschen gegenüber,
Achtsamkeit auf alle Lebensereignisse
und auf Gott hin.
Aus dieser Sensibilität kann sich verantwortliches Denken und Handeln entwickeln.
Demut und innere Freiheit
Die eigene Menschlichkeit annehmen und von sich absehen lernen.
Ehrfurcht vor allem Lebendigen
Die Ehrfurcht vor dem Schöpfer hat die Ehrfurcht vor jedem Menschen und allem Lebendigen zur Folge.
Freude
In Freude leben, in Dankbarkeit leben. Benedikt achtet darauf, dass Trösten, Ermutigen, Helfen und Stärken ein Zusammenleben in Freude ermöglichen.
Das rechte Maß – die Gabe der Unterscheidung
Das rechte Maß meidet das Zuviel und das Zuwenig. Benedikt nennt sie die Mutter aller Tugenden. Alles was im Übermaß getan wird, führt leicht zur Maßlosigkeit und ist lebenszerstörend.
Liebe – Christus im Bruder sehen
Gerade auch in dem Menschen, der Probleme macht. Denn: „Wenn einer mich kränkt, deckt er eine Wunde auf, die schon in mir ist.“

Mit einem weiteren Zitat von Martin Winklbauer möchten wir Sie alle herzlich einladen, das neue Theaterspiel zu besuchen:
„In meiner nun gut 20jährigen Erfahrung als Theaterschreiber hat es sich immer wieder gezeigt, dass das Wesentliche unter der Oberfläche liegt. Wenn man an dieser Oberfläche zu kratzen beginnt erscheinen völlig neue Bilder und Einsichten.
Diese Einsichten und Ansichten versuche ich in dem Stück „Die Gottessucher“ auf die Bühne zu bringen. Es ist eine Reise in das 5. Jahrhundert auf die sieben Führungskräfte geführt werden. Diese Verantwortlichen gewinnen völlig neue Einsichten. Ihre Reise wird eine Reise in ihr eigenes Ich. Sie gelangen in ihre eigenen dunklen Höhlen und über Wege voller Irrlichter.
Es ist ein Stück über einen Heiligen, der vor 1500 Jahren Gott suchte.“

Gehen Sie mit auf diese Suche!

Hedwig und Wolfgang Beier

geboren 1957 in Halsbach, verheiratet und Vater von fünf Kindern, ist Theatermann und Bauer. Zusammen mit seiner Frau Hannerl bewirtschaftet er auf dem Spielhof bei Halsbach einen 26 ha Betrieb. Vielleicht ist mit dem Hausnamen dem Martin sein Talent mit in die Wiege gelegt worden. Schon in der Landjugendzeit schrieb er kurze Sketche und Szenen; auf der Suche nach einem ernsthaften Theaterstück entdeckte er sein dichterisches Talent.

So entstand 1984 „Das schwarze Jahr“, das heute als Freilichtspiel Tausende in seinen Bann zieht. Zu der Aufarbeitung historischer Begebenheiten aus der Heimat kamen Lebensbilder großer Persönlichkeiten: „Der Bauer in der Kutte“ – die großartige Darstellung des Heiligen Bruder Klaus von Flüe; der Lebensweg des Franz Jägerstetter im „Vermächtnis“; die Botschaft des Indianermissionars Las Casas im „Jahr der finsternen Sonne“; „Jörg von Halspach“ und Bruder Konrad beim „Zwiegespräch mit einem Fremden“.

1990 schrieb Martin Winklbauer mit dem „Fährmann von Haunreit“ erstmals ein Stück für eine auswärtige Theatergruppe. Dieses Spiel um die Sage vom Pesttod im Niedergern wurde zu einem großartigen Erfolg. Für das Jahr 2000 hat Martin Winklbauer mit „Der Fluss und seine 7 Gäste“ ein neues Stück für die Haiminger Theatergruppe geschrieben.
Mit „Die Gottessucher“ schrieb Martin Winklbauer im Jahr 2007 sein drittes Theaterspiel, das im Niedergern zur Aufführung gekommen ist.

Was war der Anstoß für dieses neue Theaterspiel?
Der Anstoß kam von den Haiminger Theaterspielern um Fredi Kagerer. Die haben offensichtlich von den „Winklbauer“ Stücken immer noch nicht genug. Ja, der Fredi und die Beier’s haben mich angesprochen, so wie’s auch beim „Fährmann“ und beim „Fluß“ war. Vor einiger Zeit war’s schon – da sagt man halt auch leichter zu, weil ja alles noch so weit weg ist. Wenn ich ehrlich bin, betteln brauchten sie mich nicht. Seit den 90er Jahren ist der Niedergern fast schon so was wie eine zweite Heimat (wenn’s mich in Halsbach einmal aushau’n, dann zieh‘ ich in den Niedergern – das soll aber keine Drohung sein).
Also zugesagt hab ich, aber Thema hatten wir noch kein’s.
Doch dann kam der 19. April 2005 mit der Wahl Kardinal Joseph Ratzingers zum neuen Papst. Ein deutscher Kardinal, ein Mann der in Marktl geboren ist – fast ein Niedergerner, wird zum mächtigsten Mann der Katholischen Kirche gewählt.
Und der gibt sich den Namen Benedikt – Benedikt XVI.
Da stand für mich sehr schnell fest, dass im Mittelpunkt des neuen Theaterstücks dieser Heilige stehen sollte, Benedikt von Nursia.

Was reizt Dich an der Person des Hl. Benedikt?
Und was reizt mich an diesem Benedikt? Natürlich nicht nur die Tatsache, dass er der Namensgeber für unsern Papst ist. Bei dem Namen Benedikt fallen mir zwangsläufig sofort die benediktinischen Regeln ein – und die Worte ora et labora, bete und arbeite. Er ist der Begründer der abendländischen Mönchskultur. Diese Regeln haben sich alle nachfolgenden Ordensgemeinschaften mehr oder weniger als Vorbild genommen. Also nicht nur die Gebiete um die Benediktiner Klöster, wie Metten, Niederaltaich, Andechs, Ettal und wie sie alle heißen, sonder auch unser Gebiet ist Benediktinisch geprägt. Nach diesen Ordensregeln lebten und leben Kapuziner und Zisterzienser. Und diese 1500 Jahre alten Regeln des Hl. Benedikt von Nursia sind heutzutage selbst in den Führungsebenen großer Konzerne nicht unbekannt. Diese Regeln haben heute, 1500 Jahre später eine ungeahnte Aktualität. Nach dem Sinn Benedikts ist der Verantwortliche ein Mensch, der dem Leben dient und in seinen Mitarbeitern Leben weckt. Benedikt hat seine Regeln nicht für Top Manager geschrieben er hat sie geschrieben um das Leben in der klösterlichen Gemeinschaft zu strukturieren. Um Zuständigkeiten und Verantwortung zu klären und Fähigkeiten und Talente zu fördern um damit effizient zu sein.
Ein Kloster war nicht nur eine Glaubensgemeinschaft, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen – ora et labora.

Kannst Du schon etwas zum Inhalt des neuen Spiels sagen?
Wer ist nun dieser Benedikt von Nursia?
Zu allererst ein Mensch! Ein Mensch dem die Erkenntnis und die Weisheit die aus seinen Regeln spricht nicht in den Schoß gefallen sind.
Benedetto wurde mit seiner Zwillingsschwester Scholastika um 480 in Nursia (dem heutigen Norcia in Italien) geboren. Als Sohn reicher Landbesitzer wurde er mit seiner Amme nach Rom zum Studium geschickt. Doch dieses Studium bricht er schnell ab und es beginnt eine lange Zeit der Suche.
In meiner nun gut 20jährigen Erfahrung als Theaterschreiber hat es sich immer wieder gezeigt, dass das wesentliche unter der Oberfläche liegt. Wenn man an dieser Oberfläche zu kratzen beginnt, diese Kruste aufbricht erscheinen völlig neue Bilder und Einsichten. Ähnlich wie bei einem zugefrorenem See.

Diese Einsichten und Ansichten versuche ich in dem Stück „Die Gottessucher“ auf die Bühne zu bringen. Es ist eine Reise in das 5. Jahrhundert auf die 10 Top Manager geführt werden. Diese Führungskräfte die an einem entlegenen Ort über Arbeitsplatzabbau nachdenken um Gewinnmaximierung zu erzielen gewinnen völlig neue Einsichten. Ihre Reise wird eine Reise in ihr eigenes Ich. Sie gelangen in ihre eigenen dunklen Höhlen und über Wege voller Irrlichter auf Berge aus Vorurteilen.
Es ist ein Stück über einen Heiligen der vor 1500 Jahren Gott suchte.

Um 1350, als von Sizilien her die Pest durch ganz Europa zog, suchte diese Geißel der Menschheit auch den Niedergern heim. Und bei der Suche nach dem Woher und Warum dieser Seuche entstand die Sage vom Fährmann von Haunreit. Danach war er es, der die Pest über den Inn brachte. Er war der Schuldige am Unglück so vieler Menschen, selbst aber wurde er belohnt mit der Bewahrung seiner Gesundheit.

Unser Spiel beginnt, als Viehhauser Bauern das letzte Fuder Getreide im Zehentstadl der Herrschaft Piesing abliefern. Dieser zehnte Teil der Getreideernte ist die Abgabe für Grund und Boden, der ihnen von der Grundherrschaft auf Lebenszeit überlassen worden war. Damals, im Spätherbst 1806, fiel ihnen diese Abgabe besonders schwer. Denn nur wenige Monate zuvor hatte der Niedergern unter den durchziehenden Truppen Napoleons schwer zu leiden gehabt: Plünderungen, Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung.

Aber wie so oft, wenn Not und Elend bedrücken, tröstet man sich mit Zeiten, in denen alles noch schlimmer war. Und so erzählt der blinde Knecht Balthes eine Geschichte, die sich viele hundert Jahre früher im Niedergern zugetragen hat.

So entstand 1984 „Das schwarze Jahr“, das heute als Freilichtspiel Tausende in seinen Bann zieht. Zu der Aufarbeitung historischer Begebenheiten aus der Heimat kamen Lebensbilder großer Persönlichkeiten: „Der Bauer in der Kutte“ – die großartige Darstellung des Heiligen Bruder Klaus von Flüe; der Lebensweg des Franz Jägerstetter im „Vermächtnis“; die Botschaft des Indianermissionars Las Casas im „Jahr der finsternen Sonne“; „Jörg von Halspach“ und Bruder Konrad beim „Zwiegespräch mit einem Fremden“.

1990 schrieb Martin Winklbauer mit dem „Fährmann von Haunreit“ erstmals ein Stück für eine auswärtige Theatergruppe. Dieses Spiel um die Sage vom Pesttod im Niedergern wurde zu einem großartigen Erfolg. Für das Jahr 2000 hat Martin Winklbauer mit „Der Fluss und seine 7 Gäste“ ein neues Stück für die Haiminger Theatergruppe geschrieben.
Mit „Die Gottessucher“ schrieb Martin Winklbauer im Jahr 2007 sein drittes Theaterspiel, das im Niedergern zur Aufführung gekommen ist.

geboren 1957 in Halsbach, verheiratet und Vater von fünf Kindern, ist Theatermann und Bauer. Zusammen mit seiner Frau Hannerl bewirtschaftet er auf dem Spielhof bei Halsbach einen 26 ha Betrieb. Vielleicht ist mit dem Hausnamen dem Martin sein Talent mit in die Wiege gelegt worden. Schon in der Landjugendzeit schrieb er kurze Sketche und Szenen; auf der Suche nach einem ernsthaften Theaterstück entdeckte er sein dichterisches Talent.

So entstand 1984 „Das schwarze Jahr“, das heute als Freilichtspiel Tausende in seinen Bann zieht. Zu der Aufarbeitung historischer Begebenheiten aus der Heimat kamen Lebensbilder großer Persönlichkeiten: „Der Bauer in der Kutte“ – die großartige Darstellung des Heiligen Bruder Klaus von Flüe; der Lebensweg des Franz Jägerstetter im „Vermächtnis“; die Botschaft des Indianermissionars Las Casas im „Jahr der finsternen Sonne“; „Jörg von Halspach“ und Bruder Konrad beim „Zwiegespräch mit einem Fremden“.

1990 schrieb Martin Winklbauer mit dem „Fährmann von Haunreit“ erstmals ein Stück für eine auswärtige Theatergruppe. Dieses Spiel um die Sage vom Pesttod im Niedergern wurde zu einem großartigen Erfolg. Für das Jahr 2000 hat Martin Winklbauer mit „Der Fluss und seine 7 Gäste“ ein neues Stück für die Haiminger Theatergruppe geschrieben.
Mit „Die Gottessucher“ schrieb Martin Winklbauer im Jahr 2007 sein drittes Theaterspiel, das im Niedergern zur Aufführung gekommen ist.

Premiere:
Samstag, 4. Juni 2011 

weitere Termine:
Freitag, 10. Juni 2011
Samstag, 11. Juni 2011
Freitag, 17. Juni 2011
Samstag, 18. Juni 2011
Mittwoch, 22. Juni 2011
Freitag, 24. Juni 2011
Samstag, 25. Juni 2011

Verlängerungstermine:

Freitag, 1. Juli 2011
Sonntag, 3. Juli 2011
Mittwoch, 13. Juli 2011
Freitag, 15. Juli 2011
Sonntag, 17. Juli 2011

Beginn:
jeweils um 20.30 Uhr, am 25. Juni und 17. Juli um 17.00 Uhr

Kartenvorverkauf:
Elisabeth Herleder, 08678 / 1678

Preise:
Erwachsene: 14,- Euro
Jugendliche bis 16 Jahre: 8,- Euro

Personen  Darsteller
Vorgeher  Siegfried Kagerer
Mattais, Bauer  Maximilian Altmannshofer
Altknecht  Ludwig Fastenmeier
Knechte, Korbl  Josef Fischer
Kaspar  Hermann Poschinger
Anderl  Sebastian Mayer
Ägidi  Sebastian Erlacher
Balthes, blinder Knecht  Josef Pittner
Roßknecht  Bert Winterer
Maral, Magd  Monika Gobel
Mägde  Margret Fischer, Elisabeth Reseneder
Fährmann  Josef Altmannshofer
Fährmann-Frau  Hannerl Fredlmeier
Tod  Josef Rauschecker
Spielerin  Birgit Blümlhuber
Wirt  Siegi Meier
Wirtstochter  Beate Mack
Pfarrer  Bruno Fleischer
Kilian  Alfred Kagerer
Hans  Josef Neumeier
Ponkraz, Bauer  Gustl Kirner
Obmann  Alfons Mutzl
Spielmann  Stefan Stelzl
Schmied  Georg Strasser
Vorbeter  Albert Huber
Bettelmönch  Walter Zaunseder
Totengräber, Hane  Marianne Orthuber
Alban  Wolfgang Beier
Grabräuber, Rachl  Georg Zauner
Ignaz  Johann Fischer
Lohbäuerin  Erna Kammerbauer
Schuhlenzin  Rosa Fischer
Volk  Helga Aigner;
Maria und Max Altenbuchner;
Elisabeth Anderl;
Josef Aschenkerschbaumer;
Mathilde Bachmeier;
Franziska Bär;
Katrin Bär;
Mathilde Ballerstaller;
Barbara und Hedwig Beier;
Katharina, Liselotte und Albert Burreiner;
Christoph Burreiner;
Maria Blümlhuber;
Dominik Dickmann;
Margret Englman;
Heide Etzler;
Konrad und Peter Fastenmeier;
Karolina und Ludwig Fastenmeier;
Cordula Fleischer;
Simone Fredlmeier;
Theresa, Sophia und Elisabeth Fischer;
Stefanie, Michael, Paula und Martin Gartmeier;
Sarah Gobel;
Regina und Elisabeth Herleder;
Marko, Kristin, Stephanie, Roswitha und Albert Hofer;
Gertraud und Hans Hofer;
Anna Huber;
Bernhard und Sophie Huber;
Juliane Kagerer;
Monika, Maria und Rosmarie Kagerer;
Martina, Johannes und Cilli Kagerer;
Gottfried Kammerbauer;
Tobias und Barbara Koch;
Gabi und Wolfgang Kriegsch;
Verena Klutz;
Reserl Kirner;
Claudia Lohmann;
Meike Meßmer;
Frieda und Josef Malli;
Cilli Meier;
Bernadette und Konrad
Mühlbacher;
Caroline, Fabian, Ulrike und Uwe Nagel;
Regina Petermeier;
Veronika Poschinger;
Seppi und Korbinian Rauschecker;
Elke Reisner;
Bettina Reseneder;
Heike Schickl;
Albert Schmalholz;
Georg Sewald;
Irmgard Strasser;
Reserl und Alois Straubinger;
Simone und Karola Wagner;
Sarah, Ines, Ursula und Uwe Winkler;
Rita Winterer;
Andreas Zaunseder
  
Regie  Martin Winklbauer
Beleuchtung  Stefan Huber, Christian Gaßner, Thomas Kriegsch, Matthias Maier, Tobias Maierhofer
Ton  Martin Beier
Kostüme  Elisabeth Herleder
Maske  Monika Hofbauer, Evi Maier
Öffentlichkeitsarbeit  Hedwig und Wolfgang Beier
Grafische Gestaltung  Josef Pittner

Über 4.000 Menschen ließen sich vom „Fährmann“ mitübersetzen

„Ich mußte noch einmal kommen“ – so erzählt eine Zuschauerin bei der letzten Aufführung in der Pause – „ich brauche die Worte des Todes und des Bettlers, dieses Spiel berührt die tieferen Schichten meiner Seele. Heute habe ich mir gedacht, als der Tod das Pendel schwang, vielleicht bin ich schon näher dran als mir bewußt ist mit meinen 74 Jahren.“ Oder: „Das ist ja unglaublich, spielt denn da das ganze Dorf mit“ oder einfach „Vergelts Gott für dieses gute Spiel“ – die 131 Mitwirkenden des „Fährmann von Haunreit“ wurden nach den insgesamt 14 Aufführungen in den vergangenen fünf Wochen mit vielen eindrucksvollen Reaktionen beschenkt. Über 4.000 Menschen aus ganz Bayern und Teilen Österreichs haben sich auf den Weg zum Theaterstadel nach Piesing gemacht, teilweise nahmen sie mehrere Stunden Fahrzeit in Kauf. Trotz der großen Nachfrage endete die diesjährige „Fährmann-Saison“ mit der 14. Vorstellung am Skapulierfest-Sonntag und einem anschließenden Fest der Spieler.
Das Wichtigste dabei ist aus meiner Sicht allerdings, dass wir allen, die auf kurzen oder weiten Wegen zu uns kommen, Nachwirkendes mitgeben können: Sie erleben nicht nur einmaliges, spannendes Spiel, sie können dazu reichhaltige Botschaften empfangen und mitnehmen:
Das Miterleben der Bedrängnisse, der Kargheit und der Leiden unserer Vorfahren könnte uns Kraft geben für die Bewältigung der Sorgen unserer Generation. Und Hoffnung: Denn jede Zeit hat ihre Leiden und ihre Freuden, darum kann der eigentliche Fährmann des Spieles am Ende zum Bettler sagen: Des Fleckerl Erdn – der Niedergern – wird auch wieder fröhliche Tage sehen. Darum geh deinen Weg!
Und es kommt die Grundhoffnung unseres Lebensweges hier auf Erden ins Wort wenn sich der Tod erklärt: „Bin weder der Anfang noch bin ich’s End! Bin grad der Fährmann, der die Menschen übersetzt.
Dort, wo ich die Menschen hinbring, ist mehr Licht als diese Welt vertragen könnt‘ und mehr Leben! Bin nicht der Feind vom Leben. Ich bring die Menschen grad wieder nach Haus – wieder dahin zurück, wo sie hergekommen sind.“
Ich freue mich über das viele ehrenamtliche Tun aller Spieler, der Erlös wird wichtiges Zukunftswerk sein: Wir erspielen einen Grundstock für ein neues Theaterprojekt mit jungen Leuten und wir leisten einen Beitrag zur Renovierung der Pfarrkirche Haiming.

Hedwig Beier

Stimmen von Spielern

Frieda Malli: Es war für mich alles, dabei sein zu dürfen und mitzuerleben, wie die Spieler alles geben für so ein sensationelles Schauspiel zwischen Leben und Tod. Es regt zum Nachdenken an, wenn die vielen Kerzen angezündet werden. Es wird mir ewig in Erinnerung bleiben, ich werde den Fährmann nie vergessen.

Alfons Mutzlder heuer den Obmann spielte: Es hat mir unwahrscheinlich Spaß gemacht, obwohl ich anfangs Bedenken hatte, ob ich der richtige Mann für diesse Rolle bin. Aber als ich mich dann mit meiner Rolle identifiziert habe, ging es wie von selbst. Das Stück selbst hat mich bei jeder Aufführung erneut angesprochen und mich zum Nachdenken gebacht.

Zwei, die von Anfang an, also seit 1990 dabei sind und zudem viel hinter den Kulissen arbeiten:

Sepp Huber: Mir hat vor allem der Zusammenhalt unter den Spielern gefallen, jeder war gut aufgelegt, jeder hat gegeben, was er kann. Und vom Stück selbst halte ich viel, denn es spricht in die heutige Zeit genauso. Auch heute haben wir Seuchen, z. B. Aids und auch heute gibt es genug arme Menschen.

Ludwig FastenmeierAltknecht, für ihn beginnt die Fährmann-Saison schon immer ein Jahr früher, wenn er einen ganzen Winter lang das Getreide vor den Mäusen bewahrt. Darum geht er auch ganz sorgsam mit den Garben um, wenn er sie vor jedem Spiel wieder auf den Wagen lädt: Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie Theater gespielt, deshalb war der Fährmann für mich jedesmal ein Ereignis, ich habe mich jedesmal gefreut. Auch dass ich es mit meinem Alter, mit 70 Jaren, noch konnte, das Raufsteigen auf den Wagen und das Raufschmeisen der Garben.

Und zwei Hauptpersonen, wie erleben sie ihre Verantwortung für den Inhalt des Stückes:

Alfred KagererLeiter der großen Truppe: Der Fährmann ist für mich ein Theaterstück, in dem viele Botschaften stecken, die uns alle betreffen. Botschaften, die wichtig sein können für unser Leben, die unser Leben bereichern können und manchmal sogar unsere Lebenseinstellung ändern können. Ich glaube, daß der Fährmann vielen Zuschauern aber auch den Mitwirkenden bewußt oder unbewußt etwas mitgibt ins Leben. Deshalb freue ich mich sehr, daß der Fährmann immer mehr Freunde findet und immer wieder gespielt werden kann und dass heuer über 170 Menschen aus dem Niedergern beim Fährmann und Kinderfährmann mitgewirkt haben.

 

Stimmen von Zuschauern

Sepp RottenaicherHalsbach: Wenn es im Jahr 3000 auf diesem Planeten noch Leben gibt, dann werden die Niedergerner immer noch den „Fährmann von Haunreit“ spielen.

Elisabeth WendlFreising: Auch nach dem 4. Mal Anschauen bin ich heute wieder beeindruckt, die Aussagen von dem Tod sind einfach wahnsinnig, wenn man da rausgeht, hat man keine Angst mehr vor ihm.

Inge WimmerHaiming: Ich finde es einfach schön, was das Dorf auf die Füsse stellt, darum werbe ich so und verkaufe in meinem Bekanntenkreis soviele Karten, es sollen sich möglichst viele Leute anschauen, diese Kultur direkt vor der Haustüre. Ich schau’s mir immer wieder gerne an.

Ursel KriegerTüßling: Ich gehe tief beeindruckt aus dem Stadel heraus, denn das Stück ist fast mein Alltag, weil ich so oft mit Krankheit konfrontiert bin. Nicht mit der Pest, vielleicht kann man sagen mit der Pest von heute: Mit Krebs.
Ich möchte allen ein „Vergelts Gott“ sagen dafür, daß ich das erleben durfte. Bestimmte Worte und vor allem der Schluß waren für mich sehr sehr tröstlich. Ich hoffe, daß ich das vielen Menschen weitergeben kann.

Maria GröbnerHalsbach: Ich habe das Spiel heute zum drittenmal gesehen. Inzwischen ist mein Mann heimgegangen, ist übergesetzt wie es im Spiel heißt darum habe ich heute nochmal ganz neue Aspekte gehört und gesehen. Ich habe das Spiel gut anschauen können, weil der feine Herr der Tod überhaupt keine Angst verbreitet hat. Genauso wie mein Mann, mein Mann hatte auch keine Angst vorm Gehen, und mein Mann hat auch viel vom Licht gredt, in das er nun geht. Ich habe heute ganz viele Parallelen entdeckt.

Carmen AnneserBurghausen: Ich habe gespürt, daß alle Darsteller hinter dem stehen,was sie spielen, hinter der Botschaft des Stückes, darum war es so still und das überträgt sich auf uns Zuschauer.

Agnes ErlPeterskirchen: Ich habe es heute zum drittenmal gesehen, zweimal habe ich schon einen Bus hierher organisiert. Es ist sovieles in dem Stück auf die heutige Zeit übertragbar, jede und jeder ZuschauerIn kann sich bestimmt mit einer Rolle identifizieren.

Adele SommerfeldKöln: Am Anfang haben wir Rheinländer nicht jedes Wort verstanden, aber die Schauspieler haben es so gut rübergebracht, daß wir den Sinn sehr wohl verstehen konnten. Hervorzuheben ist der Stadel, wir haben mit solchen einfachen, bescheidenen Mitteln noch nie eine solche Inszenierung erlebt. Gerade ältere Menschen können viel mitnehmen.

Kai SchöllermannHamburg: Wenn das alles Einheimische sind – das ist ja unglaublich – ist hier überhaupt noch jemand in den Häusern, hier ist doch der ganze Ort auf den Beinen. Die ganze Truppe war super!

Kurt GimplingerLandshut: Ich bin sehr, sehr begeistert, wer so ein Stück schreibt und wer so spielt, muß mit seiner Heimat verbunden sein! Das ist ein Stück zum Verarbeiten, das wirkt nach im Moment kann ich nicht mehr sagen.

Hildegard ApfelbeckPlattling: Es war sehr mitreißend, ganz echt, ich habe mich total in die Zeit hineinversetzen können; von den Spielern her war’s immer ein fließender Übergang. Sie haben nicht nur für sich gespielt, sondern für d’Leut und für’s Leben.

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